• Flucht aus dem Serail •

opium01

„Opium“/Yves Saint Laurent
EdT 30ml/42,- Douglas

Yves Saint Laurent, 1936-2008 war ein renommierter Modeschöpfer von Weltruhm:
Leinwandgöttinnen wie Catherine Deneuve zählten ebenso zu seiner erlesenen Kundschaft wie viele Damen des Adels und der High Society.
Seine Umsetzung der Idee der Haute Couture beeinflusste zeitgenössische Designer seit den späten `70er Jahren.
Die Düfte des Hauses „Yves Saint Laurent“ zeichnen sich durch Eleganz, exklusiven Geschmack und edle Ingredienzen aus.
„Opium“ wurde bereits 1977 von den Parfümeuren Jean-Louis Sieuzac und Raymond Chaillan kreiert und zählt seither zu den erfolgreichsten Klassikern der Parfümgeschichte.

===Werbeaussage:===
_ Ein fruchtiger und aromatischer Auftakt. Ein blumiger und sinnlicher Charakter. Eine kostbare, orientalisch-würzige Struktur._

===Flakon:===
Meine Duftprobe befand sich, wie meist, als Miniphiole auf einem Pappkärtchen.
Der Originalflakon entspricht in Design und Aufmachung dem typischen Stil der `70er Jahre:
Reichhaltige Opulenz, stilvoll und zurückgenommen umgesetzt in einem Glasflakon aus tief Bernsteinfarbenem Glas, welches in der Farbe an orientalische Gewürze denken lässt.
Gekrönt von einem goldfarbenen kuppelförmigen Verschluss.

opium02

===Duft:===
Obwohl es sich hierbei um eine )vermeintlich leichteres) EdT handelt, dosiere ich sparsam, da mir der intensive, üppige Duft noch von meiner Mutter in Erinnerung ist- diese Vorgehensweise stellt sich, wieder einmal, als klug heraus, da selbst das EdT betäubend intensiv und sehr dominant ist!
Die Kopfnote, welche eigentlich mit Bergamotte, Gewürznelke, Jasmin, Koriander, Lorbeer, Mandarine, Pfeffer, Pflaume und Zitrusfrüchten, relativ harmlos-frisch klingt, zeigt sich sofort von überragender Üppigkeit:

Zwar sind ganz leichte frische und auch fruchtige Akzente zu erahnen, diese werden aber bereits ganz zu Anfang von den üppigeren, schweren Noten der Gewürze übertönt!
Diese schwere, schwüle Üppigkeit zieht sich auch in der Herznote weiter durch:
Iriswurzel, Maiglöckchen, Gartennelke, Patchouli, Pfirsich, Rose, Sandelholz und Zimt erschlagen sich gegenseitig:
Obwohl ich Maiglöckchenduft sehr mag und auch Pfirsich und Rose nicht ablehnend gegenüber stehe, kann ich diese Noten fast gar nicht erkennen, da über allem ein schwerer, drückender Schleier aus schwülstig-süßlich wabernden orientalischen Noten schwebt, welche alle anderen Noten neben sich komplett erschlagen.
Die Basisnote mit Amber, Benzoe, Kokos, Moschus, Myrrhe, Opoponax, Sandelholz, Tolubalsam, Vanille, Vetiver, Weihrauch, Zeder und Zistrose wirkt da auch nicht leichter oder zarter!
Alle Noten zusammen ergeben einen Cocktail, der zwar durchaus als elegant durch gehen kann, aber durch die erschlagende Fülle an Komponenten unübersichtlich, erschlagend, penetrant dominant und vollkommen betäubend wirkt.
Ein süßlich-würziger orientalischer Albtraum, der mich vollkommen unter sich begräbt!

===Fazit:===
Da ich ein Fan von zarten, romantisch-floralen Düften bin und Opium bereits aus meiner Teenagerzeit kannte (und da schon gräßlich fand!), wußte ich, was mit dieser Probe auf mich zukommen würde:
Ein orientalischer, olfaktorischer Betonklotz, der alles unter sich begräbt, erschlägt, übertönt und nichts anderes neben sich gelten lässt!
Eine überbordende Fülle an sich gegenseitig ausstechenden Aromen und Gewürzen, die keine harmonische Beziehung zueinander finden, sondern sich gegenseitig übertrumpfen möchten und so in ständigem Wettstreit zueinander stehen.
Da ich orientalisch-üppige Düfte generell nicht mag (auch bedingt durch mein frühes „Opium-Trauma“), war mir bewusst, dass mich dieser Test an meine eigenen olfaktorischen Grenzen führen würde, ich also auch nicht vollkommen objektiv diesen Duft bewerten konnte, aber da Düfte sowieso nicht objektiv sondern nur ganz persönlich bewertet werden können, ist dieses Ergebnis meinem ureigenen Geschmack geschuldet!

Wer also, so wie ich, dezent-feminine, romantisch-zarte, leichte Blütendüfte mag, wird von dieser opiatähnlichen Wolke betäubender schwülstiger Aromen komplett erschlagen und mit diesem Duft sicherlich nicht glücklich.
Wer aber eine Vorliebe für schwere, würzige Düfte hat, kann mit „Opium“ zumindest einen eleganten Vertreter dieses üppigen Genres entdecken.
Von mir daher nur eine ganz eingeschränkte Empfehlung für echte Fans orientalischer Duftwolken.

• Ein Flakon voll Sehnsucht •

acquadigioia02

„Acqua di Gioia“/ Giorgio Armani
EdP 30ml/40,- Douglas

Giorgio Armani, Italiener mit abgebrochenem Medizinstudium, entdeckte seine Liebe zur Mode schon früh und begann, nach Jobs als Schaufensterdekorateur und Einkäufer, ab 1961 für den Herrendesigner Nino Cerutti.
Mit Modelinien für Cerutti, Zegna und Ungaro (auf freiberuflicher Basis) begann in den frühen `70ern eine steile Karriere welche seit 1975 auch unter eigenem Namen als eigene Marke firmierte.
Inzwischen stellt Armani eine feste Größe in der Mode-und Duftwelt dar, die mit elegant-schlichtem Design begeistert.
„Acqua di Gioia“/ Giorgio Armani wurde 2010 von dem Parfümeurteam Loc Dong, Anne Flipo und Dominique Ropion entwickelt und ist seither, wie zuvor der Duft „Acqua di Gio Femme“ ein großer Erfolg.

===Werbeaussage zum Duft:===
_ Acqua di Gioia verströmt all jene Emotionen, die die Natur und das Meer in unserer Seele freisetzen: unbeschwerte Lebensfreude, Sinnlichkeit und Natürlichkeit. Die prickelnde Frische von Minze wird durch das Aroma des braunen Zuckers verfeinert und verleiht dem Duft so eine belebende Wärme. Rosa Pfeffer, Pfingstrose und die aquatische Jasminblüte sorgen für ein einzigartiges, aquatisch-mediterranes Erlebnis. Die sizilianische Zeder gibt dem Duft eine holzig-sanfte Note. Vereint mit den frischen Akkorden der kalabresischen Zitrone und ambra-artigem Labdanum schenkt sie Acqua die Gioia eine natürlich frische und dennoch warme Aura._

===Flakon:===
Schlicht, pur und ohne jegliche Schnörkel zeigt sich der Flakon von „Acqua di Gioia“/ Giorgio Armani.
Meine Duftprobe befand sich, wie immer, als Miniphiole auf einem Kärtchen, der Originalflakon aus zart grün schimmerndem Glas ist leicht bauchig, oval und sehr unspektakulär.
In dieser Schlichtheit aber durch Form, runde, weiche Gestalt und zartes Grün sehr frisch, spritzig und kühl wirkend.

acquadigioia01

===Duft:===
Da mir frische, grüne Düfte generell sehr gefallen, war ich auf „Acqua di Gioia“/ Giorgio Armani gespannt.
Kannte ich bisher doch nur den „männlichen“ Vertreter „Acqua di Gio“ dieser Range, der mir extrem gut gefällt.
Sparsam dosiert, da EdP`s generell meist intensiver sind, kam ich sofort in den frischen Genuss dieses außergewöhnlich leckeren Duftes:
Schon die kühl-spritzige Kopfnote mit Minzblatt, Wasser (wie duftet Wasser???) und Zitrone erfrischt sehr appetitlich, heiter und angenehm:
Nicht zu sauer oder fruchtig, sondern mit ganz zarter, weicher Note, die den Duft feminin wirken lässt.
Die Herznote ergänzt diese Duftebene weiblich-floral mit Jasmin, Pfingstrose und rosa Pfeffer, was dem Duft sehr gut tut:
Sanft, frisch, leicht blumig und keinesfalls zu süß zeigt dieser Duft alle Facetten des Sommers:
Fast meint man, eine kühle Brise auf der Haut zu spüren.
Die Basisnote mit braunem Zucker, Labdanum (Harz einer mediterranen Zistrose mit leicht Honig ähnlichem Duft) und Zeder ergänzt den sommerlich-leichten Duft um eine Ebene, die dem Duft Tiefe und ein wenig Wärme verleiht:
Nun wird der flüchtige Hauch des Sommers zu einem zart anhaltenden Sommertraum, der mit seiner ungemein attraktiven Sillage die Trägerin mit einer sympathischen, unaufdringlichen Aura ausstattet, die nie overdressed, penetrant oder dominant wirkt.
Ein Hauch Sommer, der die Trägerin den ganzen Tag sanft und dezent begleitet, ohne sie zu übertönen oder mit Duftschwaden einzunebeln.
Durch diese unaufdringliche, frische Art ist „Acqua di Gioia“/ Giorgio Armani der perfekte, jobtaugliche Alltagsduft, der gute Laune versprüht, dabei ein gewisses Maß femininer Eleganz vermittelt und trotz herrlich kühler Frische sanft und blumig-leicht wirkt- herrlich!

===Fazit:===
Auch mit „Acqua di Gioia“/ Giorgio Armani habe ich einen Duft gefunden, der voll und ganz meinem Geschmack entspricht:
Leicht, zart, frisch, dabei nicht beerig oder obstig und kein bisschen schwül- perfekt!
Wer, wie ich, gerne florale, frische Düfte leibt, die ein bisschen verträumt-romantisch und mädchenhaft-zart sind, wird mit „Acqua di Gioia“/ Giorgio Armani einen wundervollen Sommervertreter dieses Genres entdecken können-
Volle Empfehlung für einen Sommertraum.



Douglas

• Nur ein sanfter Hauch •

orangerie01

„O De L`Orangerie“/Lancome
EdT 50ml/ 43,- Douglas

Lancome, Edellabel für Luxusdüfte und Kosmetik der Marke L`Oreal, wurde 1935 von Armand Petitjean in Frankreich gegründet und lancierte bereits im Jahr der Gründung diverse exklusive Duftwässerchen, die ganz dem Geschmack der französischen Hautevolee entsprach, zumal die edlen Flakons, welche vom französischen Künstler Georges Delhomme designt wurden, als kleine Kunstwerke galten und bis heute als begehrte Sammlerobjekte gehandelt werden.
Das 1952 lancierte Duftwasser „Tresor“ gilt inzwischen als absoluter Klassiker unter den weltweit beleibtesten Damendüften.
„O De L`Orangerie“/Lancome wurde 2011 lanciert und ist seither ein beliebter Sommerduft.

===Flakon:===
Ich besitze eine kleine Probe dieses leckeren Duftes, die, wie immer, als Glasphiole auf einem Pappkärtchen steckt.
Der Originalflakon ist ein hübscher, ein wenig an Flakons der `60er Jahre erinnernder Glasflakon mit Reliefmusterung auf dem schmalen, schlanken Flakon durch welchen das sommerlich-frisch wirkende grün schimmernde Eau de Toilette erkennbar ist.

orangerie02

===Werbeaussage zum Duft:===
_Begeben Sie sich auf eine Duftreise auf majestätische Pfade durch ein sinnlich-duftendes Blütenmeer, gemischt mit erfrischendem Grün. In Ô de l’ORANGERIE vereint sich die belebende Frische und sinnliche Eleganz der Orangenblüte mit feinen Hölzern._

===Duft:===
Da ich um die Intensität der Lancome Düfte weiß, dosierte ich auch hier sparsam, was sich als richtig erweisen sollte:
Frisch und heiter, aber von unverkennbar qualitativ hochwertiger Intensität und für ein EdT ungewöhnlich lange haltend, verströmt „O De L`Orangerie“/Lancome sofort Urlaubsgefühle:
Die spritzig-frische Kopfnote eröffnet mit Orangenblüte, Orangenschale und Bergamotte einen erfrischenden zitrischen Reigen, der sich unmittelbar über die Geruchssensoren auf die Areale des Hirns auswirkt, welcher für positive Emotionen und die Verknüpfung von Duft und Erinnerung zuständig ist (Amygdala):
Unzählige Bilder vergangener Sommertage ziehen an meinem geistigen Auge vorbei und ich fühle mich entspannt, erfrischt und sehr wohl.
Trotz der unverkennbaren Frische ist Orangenblüte, Orangenschale, Bergamotte aber nicht unpersönlich, „Unisex“ oder zu kühl, im Gegenteil:
Die herrlich spritzige Frische hat einen ganz eindeutig femininen Einschlag, der sanft, süß und auf eine sehr unschuldige Art sexy wirkt.
Dieser Eindruck wird besonders durch die zarten Orangenblüten hervor gerufen, die sich auch in der Herznote wiederfinden und ein sanftes, cremig-süßes Aroma verbreiten.
In Kombination mit süß-aromatischem Jasmin wird die Kopfnote somit zu einem olfaktorischen Genuß, der so süß, sanft, cremig und frisch ist, dass man am liebsten darin baden würde.
Die Basisnote mit Benzoe (Harz des Benzoebaumes) und Zedernholz erweitert das Duftspektrum um eine würzig-aromatische Ebene, die dem Duft Tiefe und einen Hauch Wärme verleiht.
Die zart-würzige, höchst aromatische Sillage begleitet die Trägerin so sanft, erfrischend und sehr dezent durch den Tag.
Insgesamt ist der Cocktail aus herb-frischen zitrischen Noten mit sanft-cremigen, süßen floralen Aspekten hier besonders gelungen und erschafft eine Aura extremen Wohlbehagens.
„O De L`Orangerie“/Lancome ist heiter, fröhlich, sehr erfrischend aber dabei auch sanft, zart, weiblich und verführerisch, so dass ein Duft voller Emotionen und mit breiter Palette entstanden ist.

orangerie03

===Fazit:===
Mit „O De L`Orangerie“/Lancome erweitert sich meine persönliche Wunschliste um einen herrlichen, sehr sommerlichen Alltagsduft:
Diesen werde ich mir im nächsten Sommer auf jeden Fall kaufen:
Herrlich frisch, extrem angenehm und unaufdringlich und von wundervoll kühler Klassik kann dieser Duft die Trägerin den ganzen Tag lang erfrischen und begleiten ohne dabei irgendjemanden zu stören oder durch penetrante Dominanz zu erschlagen:
Ein Duft wie ein kühles Erfrischungsgetränk für die ganzen Sinne- absolut phantastisch und herrlich!
Volle Empfehlung für jeden Fan, süß-frischer Düfte mit zitrischer Betonung!



Zum Shop

• Die olfaktorische Ballrobe •

armanicode02

„Armani Code Donna“/Armani
EdP 30ml/40,- Douglas

Giorgio Armani, italienischer Modeschöpfer von Weltruhm, lernte sein meisterliches Handwerk bereits seit den `60er Jahren bei so internationalen Koryphäen wie Cerutti und Ungaro um sich 1975, gemeinsam mit seinem Lebensgefährten, einen eigenen Namen unter seinem eigenen Namen zu machen:
Seit 1975 zählt Armani somit zur absoluten Oberliga internationaler Designer.
Berühmt ist Armani u.a. auch besonders für seine elegante, modisch-exquisite Herrenmode:
Unzählige Hochzeiten wurden schon in Smokings von Armani gefeiert!
1982 wurde neben nobler Mode erstmals auch ein Armani Duft lanciert und schlug in der Modewelt ein, wie eine Bombe.
„Armani Code Donna“/Armani wurde 2006 von dem Parfümeurteam Carlos Benaim, Dominique Ropion und Oliver Polge kreiert und erfreut sich seit dem höchster Beliebtheit.
Hier meine Erfahrungen:

===Flakon:===
Ich besitze, wie so oft, von diesem edlen Duftwässerchen eine Probe, befestigt auf einem Pappkärtchen.
Der Originalflakon dagegen ist zauberhaft:
Ein schmaler, schlanker, leicht zylindrischer Glasflakon, der die Silhouette einer Frauenfigur symbolisieren soll, aus tief blauem Glas mit schwarzem Spitzenmuster.
Sehr edel, sehr elegant und sofort mit Assoziationen von Bällen, Abendkleidern und großer Gala verknüpft.

armanicode01

===Werbeaussage zum Duft:===
_ARMANI CODE ist eine Komposition rund um die Orangenblüte, die dem Duft ein mediterranes, facettenreiches Flair verleiht. Frische Orangenblüte wird durch die Schalen von zweierlei Bitterorangen unterstrichen, die italienische Lebensfreude zum Ausdruck bringen. Diese zentrale Note wird durch das Absolue einer aus Tunesien stammenden Orangenblüte einzigartiger Eleganz und die raffinierte, weibliche Aura des kostbaren, indischen Sambac-Jasmin untermalt. Die Basisnote wird durch samtige Vanille aus Madagaskar und einen Hauch von Honig zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Sinne._

===Duft:===
Bisher stand ich Armani Düften häufig ambivalent gegenüber:
Die Herrendüfte sind mir, wie auch z.B. bei BOSS, häufig zu extrem und dominant, die Damendüfte zeichnen sich hingegen meist durch intensive Eleganz aus:
Zwar nicht immer mein Geschmack, aber doch von Eleganz und Stil.
Was würde mich bei „Armani Code Donna“/Armani erwarten?
Da es sich hier um ein EdP handelt, dosierte ich gewohnt sparsam und auch hier wurde ich nicht enttäuscht:
Entsprechend der Güteklasse und der Intensität eines EdP`s reicht eine sparsame Dosierung vollkommen aus und hält dabei sehr lange auf recht angenehme Weise an:
Die Kopfnote mit afrikanischer Orangenblüte und italienischer Bitterorange erfrischt angenehm und dabei durch die cremige Unterstützung der Herznote nicht zu fruchtig oder spritzig, sondern genau richtig, um den folgenden Aromen ein wenig ihrer Schwere zu nehmen:
Diese gesellen sich in der Herznote mit Jasmin-Sambac (arabischer Jasmin, der intensiver duftet!), tunesischem Orangenblüten-Absolue (durch die Gewinnung intensiver!!) und Ingwer cremig-süß aber nicht schwülstig orientalisch zu der frisch-eleganten Kopfnote.

Obwohl als „ blumig-orientalisch“ klassifiziert, hebt sich dieser Duft deutlich von den schweren, unangenehmen Vertretern seiner Duftgattung ab:
Orientalisch ist bestenfalls die Betonung von Jasmin und Orangennoten, welche sich aber hier in wunderschön eleganter Üppigkeit entfalten dürfen ohne die Nase zu erschlagen!
Die Basisnote mit Honig, Vanille und Sandelholz setzt weitere süße und dezent orientalische Akzente, die aber durch die fruchtige Zitrusbetonung angenehm ausbalanciert wird:
Eine würzig-süßer Rahmen, welcher die zitrisch-floralen Noten wie mit einem Sahnehäubchen krönt und ihnen so die nötige elegante Schwere verleiht, die diesen Duft zu einem Abendduft macht:
Wäre „Armani Code Donna“/Armani als Alltagsduft beworben, hätte ich mich angesichts der doch vorhandenen Intensität und leicht schweren Exotik gewundert, aber da die Werbung rund um diesen Duft ganz eindeutig auf Abendanlässe abzielt, passt dieser Duft perfekt dazu:
Geschaffen für den großen, ein wenig dramatischen Auftritt, der nach intensiverem Duft verlangt als es der Alltag im Job erfordert, erzeugt „Armani Code Donna“/Armani mit seiner elegant-femininen Aura eine Art „Cinderella-Charisma“, welches die Trägerin in ein märchenhaftes, etwas mystisch-geheimnisvolles Licht setzt, welches sie ungemein interessant wirken lässt.
Zwar kein Duft für extrem schüchterne Naturen, da dieser Duft nach Aufmerksamkeit heischt, aber sich dabei stets vollkommen stilsicher innerhalb jeglicher Grenzen guten Geschmacks bewegend und frei von allen Anflügen penetranter, aufdringlicher Dominanz!
Die exquisite, edle Sillage umhüllt die Trägerin wie kostbares Tuch aus feinster Seide und unterstreicht dezent aber nachdrücklich sinnliche Femininität!

armanicode03

===Fazit:===
Da ich kein Fan erschlagend-schwüler Orientdüfte bin, war ich auf Grund der Klassifizierung „blumig-orientalisch“ zunächst sehr skeptisch, wurde aber schnell eines Besseren belehrt:
„Armani Code Donna“/Armani ist elegant, auf eine sehr anspruchsvoll-edle Art sinnlich, die an die unterkühlt-elegante Sinnlichkeit einer Grace Kelly denken lässt, durch und durch feminin und ohne jeglichen Schnickschnack.

Obwohl ich generell eine Vorliebe für zarte, romantisch-verspielte Düfte habe, die auch für den Alltag besser geeignet sind, muss ich trotzdem gestehen, dass mir die verwegen-kühne Art von „Armani Code Donna“/Armani sehr gefällt:

Für den großen Auftritt , Feste, Bälle, Galas, Theaterbesuche oder auch ein intimes „Tete-a-Tete“ am Abend ist dieser Duft wie geschaffen und absolut perfekt!
Wenn ein Duft olfaktorisch Feste, Bälle, Abendgesellschaften verkörpert, dann sicherlich „Armani Code Donna“/Armani!
Daher- für eben diese Gelegenheiten- volle Empfehlung!
Und da jetzt die Saison der abendlichen Feste beginnt, sicherlich auch ein guter Tipp für ein gelungenes, stilvolles Weihnachtsgeschenk!

Armani Code Donna EdP

• Kein olfaktorisches Geschmeide •

amethyst02

„Amethyst“/Lalique
EdP 50ml/70,- Douglas

Lalique, exquisiter Name für edelste Geschmeide, wurde 1884 von dem jungen Rene Lalique gemeinsam mit dem zu der Zeit bereits etablierten Juwelier Varenne unter der Firmirung „Lalique & Varenne“ in Paris gegründet.
1890 eröffnete er sein eigenes Geschäft, in welchem seine kühnen Jugendstilentwürfe schnell zu Lieblingen der Pariser High Society avancierten.
Ab 1904 interessierte er sich zusehends für Glaskunst, was dazu führte, dass er ab 1908 für den bekannten Parfümeur COTY Flakons entwarf und herstellte.
Heute steht der Name „LALIQUE“ nicht nur für kostbaren Schmuck und exquisite Glaswaren sondern auch besonders für Luxusdüfte.
„Amethyst“/Lalique wurde 2007 von der Parfümeurin Natahlie Lorsen entwickelt.

===Flakon:===
Meine übliche Probe war, wie immer, auf einem Pappkärtchen befestigt.
Der Originalflakon ist ein schlichter, schlanker Glasklotz, violett schimmernd mit passendem Verschluss.
Es gibt dazu auch ein „Extrait“, welches in einem süßen kugeligen Flaskon untergebracht wurde mit dicken, violetten Schleifen, die zu einer Blüte arrangiert wurden auf der Verschlusskappe.
Dieses ist mit gut 500,-/30ml jedoch ein wenig kostspieliger :)

amethyst0++1

===Herstellerauussage zum Duft:===
_Ein scheinbar naiver, natürlich luxuriöser und zugleich anziehender Duft. Ein prickelnder Höhenflug, gefüllt mit den Früchten des Sommers (Kopf), die durch ein blumiges Bouquet (Herz) und einen eleganten, moschushaltigen Fond (Basis) abgelöst werden._

===Duft:===
Wie bei allen hochpreisigen EdP`s dosierte ich zunächst sparsam, was sich auch hier wieder als absolut richtig erweisen sollte:
Sofort, mit einem winzigen Sprüher, dringt ein sehr intensiver, fruchtig-süßlicher Mix an meine Nase, der in der Kopfnote aus Brombeere, Erdbeere, Johannisbeere und Maulbeere besteht.
Wobei ich mir auf den Duft von Maulbeere keinen Reim machen kann:
Die fruchtigen Komponenten aber sehr wohl erkennen:
Sehr intensive Erdbeernoten und fast schon etwas penetrante Beerentöne dringen durch einen Rahmen aus Blüten-und moosigen Akzenten.
Die Herznote mit Pfingstrose, Rose und Ylang-Ylang setzt der sehr süßen, fruchtigen Note nun eine überbordende florale Note auf, die in ihrer Gesamtheit ebenfalls sehr süßlich und extrem intensiv ist:
Ein sehr dominanter, alles übertönender Duft, der nicht zurückhaltend-sanft oder zart weiblich betont ist, sondern für einen hochpreisigen Nischenduft überraschend „laut“ und fordernd!
Soweit also ein recht intensiver, fast ein wenig betäubend-schwülstiger Duft, der zwar nicht die (für meine Nase) ekelerregende orientalisch-schwüle Betonung hat, aber in seiner fruchtig-süßen, intensiven Note ebenso schwülstig-süßlich wirkt.
Bisher eigentlich fast unangenehm!
Die Basisnote mit Bourbon-Vanille, Hölzern und Moschus intensiviert diesen Eindruck noch und erweitert das betäuben-starke Geruchserlebnis noch um eine weitere Ebene:
Nun kommen noch warme, würzige Nuancen hinzu, die die Intensität steigern, die süßliche Schwüle nahezu unerträglich werden lassen und eine leicht seifige, würzig-süße Sillage erzeugen, die sich durch nichts vertreiben lässt!

Insgesamt eine süßlich-beerige Melange, die seifig-holzige Noten enthält, die meiner Nase gar nicht gefallen:
Viel zu intensiv, viel zu laut, viel zu süß, viel zu beerig und insgesamt eher unangenehm!
Ein Duft, den ich weder an mir noch irgendjemandem erhaschen möchte, da er eine Mischung enthält, die mir auf den Magen schlägt und zu einem leichten Würgereflex führt! (Das ist jetzt keine Metapher: Ich reagiere tatsächlich mitunter mit Würgen auf mir extrem unangenehme Gerüche und dieser gehört leider dazu).

===Fazit:===
Auch „Amethyst“/Lalique kann mich nicht überzeugen:
Definitiv kein Duft für mich und auch als Alltagsduft viel zu aufdringlich und sicherlich nicht jobtauglich!
Wer jedoch eine Vorliebe für schwerere, süßlich-beerige Düfte hat, die laaaang anhaltend und intensiv sind, darüber hinaus durch extrem schwüle Blütenakzente glänzen, könnte vielleicht mit „Amethyst“/Lalique einen interessanten Duft entdecken.
Wer, wie ich, eher ein Fan zarter, feminin-romantischer, floraler Düfte ist, wird mit „Amethyst“/Lalique nicht glücklich.
Ich kann aber wieder einmal erleichtert feststellen, dass die meisten bisher getesteten Düfte der unerschwinglichen Preisoberklasse gar nicht meinem Geschmack entsprechen :)

Für „Amethyst“/Lalique keine wirkliche Empfehlung, aber da Düfte Geschmackssache sind und es sicherlich viele Fans dieses Duftgenres gibt, gebe ich für diese eine eingeschränkte Empfehlung aus!



Douglas Parfümerie

• Nude-Look für die Nase •

nude02

„So nude“/coSTUME NATIONAL
EdP 50ml/80,- (ausliebezumduft.de)

coSTUME NATINAL (richtige Schreibweise!!), gegründet 1986 vom italienischen Modedesigner Ennio Capasa in Mailand, musste anfangs um Erfolg ringen:
Zu groß war die Konkurrenz in der Modebranche, aber mit einer Herrenlinie gelang schließlich 1993 doch noch der internationale Durchbruch.
Seit 2002 startet coSTUME NATIONAL auch mit hochpreisigen Nischendüfte durch.

„So nude“/coSTUME NATIONAL wurde 2012 von Ennio Capasa gemeinsam mit dem Parfümeur Dominique Ropion entwickelt.

===Flakon:===
Meine Luxusprobe befand sich, wie immer, als Glasphiole auf einem Pappkärtchen.
Der Originalflakon erinnert ein wenig an Flakons hochwertiger Gesichtsöle etc.:
Ein sandfarbener, opaker Glasflakon („Nude“), der leicht gewölbt ist, mit sand-beigefarbenem Schriftzug:
Sehr modern, sehr an die `90er Jahre erinnernd und sehr im „Urban chic“ gehalten.
Der Flakon assoziiert sofort einen puristischen Buisinessduft mit sommerlichen Attitüden.
Ich war gespannt!

===Werbeaussage zum Duft:===
_„Für mich ist Nude (dt. nackt) die Essenz der Verführung und zugleich das wahre Ich. Grenzenlos, nackt.“ Ennio Capasa

Eine zweite Haut
Costume National kreiert mit graphischen und reduzierten Linien, die den Körper einhüllen, die Kunst der „zweiten Haut“. Kleidung, die die eigene Persönlichkeit unterstreicht. Mit dem neuen Parfum offenbart die Marke ein olfaktorisches Projekt, das ebendiese Richtung fortführt. Man selbst sein. Heute und morgen. Für immer. So Nude.

DefiNUDEition
So Nude ist die klare olfaktorische Interpretation der Costume-National-Frau. Stolz auf sich selbst und ihrer Intuition folgend. Sie versteckt weder ihre Gefühle noch ihre Absichten. Ihre beunruhigende Spontanität macht sie über die Grenzen der Mode und der Zeit hinaus zu einer Ikone.
Ennio Capasa hat den Duft gemeinsam mit Dominique Ropion entwickelt, dem Interpreten seiner Botschaft. Eine blumig würzige Kreation. So Nude Eau de parfum unterstreicht die Eigenschaften einer anspruchsvollen Frau und verkörpert ein starkes Statement sowie Geisteshaltung und Charakter._

nude01
===Duft:===
Da ich bei einem hochpreisigen Eau de Parfum eine gewisse Intensität voraussetze, dosierte ich sparsam, was wieder einmal vollkommen ausreichend war:
Sofort umhüllt mich ein sonniger, sehr warmer und weicher Duft, der mit pudrig-cremigen Noten die Haut umschmeichelt:
Die Kopfnote mit Kardamom, Kumin (Kreuzkümmel) und einer feinen Spur Neroli wirkt dank des frischen, sommerlichen Neroliakzentes sommerlich, sonnig und auf eine ganz zarte Weise leicht und nimmt so den strengen Würzaromen von Kardamom und Kumin die herbe, leicht orientalisch-exotisch anmutende Note.
Die Herznote mit Rose, Tuberose und Ylang-Ylang erschließt der Trägerin sein vollkommen blumiges, rosenbetontes Bouquet mit intensiver, floral-üppiger Note, die herrlich sommerlich duftet:
Bilder eines Rosariums in strahlendem Sonnenschein erscheinen vor meiner Nase.
Diese Fülle floraler Noten wirkt in Kombination mit den herb-würzigen Aromen der Kopfnote umso üppiger, verschwenderischer und reichhaltiger, da sie sich gegenseitig harmonisch ergänzen und nicht beeinträchtigen oder übertönen.

Die Basisnote mit Patchouli, Sandelholz und Zeder holt noch einmal das gesamte Repertoire üppiger, leicht orientalisch-würziger Basisaromen hervor, die bei „So nude“/coSTUME NATIONAL glücklicherweise so sparsam eingesetzt wurden, dass sie lediglich eine erdige, stabile Basis bieten und die vorhergehenden Noten nicht erschlagen!
Insgesamt bilden die einzelnen Komponenten somit ein stimmiges, harmonisches Gesamtwerk, welches durch sanfte, sonnig-weiche Sinnlichkeit glänzt, die nicht zu dominant wirkt oder zu schwer!
Mit „So nude“/coSTUME NATIONAL präsentiert sich Duft des cremig-weichen Sommerduftgenres, das u.a. auch von „Sun delight“/Jil Sander oder „Cool Water Woman Sensual Essence“/Davidoff repräsentiert wird:
Dieses Duftgenre zeichnet sich gegenüber „herkömmlichen“ Sommerdüften dadurch aus, dass hier weniger Wert auf die klassischen Sommernoten gelegt wird, die meist eher frische und fruchtige Noten enthalten.
Bei den cremig-weichen Sommerdüften wird der sommerliche Charakter eher durch die Assoziation von warmem Sand, Meeresbrise und weicher, warmer Sonnenstrahlen erzeugt, was bedeutet, dass hier mit salzig-cremigen, weichen, milchigen Duftnoten gespielt wird und dennoch diese Düfte auch bei großer Hitze nicht schwülstig oder schwer wirken- kein einfaches Unterfangen!

===Fazit:===
Obwohl ich eher Fan zart-frischer Blumendüfte bin und eine generelle Abneigung gegenüber schweren, süßlich-schwülstigen, orientalischen Düfte habe, mag ich die cremigen Sommerdüfte im Allgemeinen ganz gerne:
Mit subtil-unschuldiger Sinnlichkeit, sanft-cremigen Noten und wunderschön weichen Nuancen erinnern diese immer ein bisschen an Sonnenmilch auf der warmen Haut- ein schönes Aromaerlebnis, das vergangene Kindheitserinnerungen wachruft!
so ist es kein Wunder, dass mir auch der warme, sinnliche Sommerduft „So nude“/coSTUME NATIONAL gefällt.
Aber hebt er sich- außer im Preis- wirklich so sehr von den anderen Vertretern dieses Genres ab?
Meiner Meinung nach nicht:
Ein schöner, warmer Duft, der sehr angenehm duftet, eine gute Haltbarkeit vorweisen kann und sich als jobtauglicher Alltagsduft erweist, aber nicht so ungeheuer exklusiv und besonders, dass ich beriet wäre diesen exorbitanten Preis zu zahlen!
Die anderen Vertreter dieses Duftgenres gefallen mir nicht schlechter, halten auch gut aber sind deutlich erschwinglicher, daher eine Empfehlung mit Punktabzug für den Preis!
Wer aber gerne ein echtes Kleinod besitzen möchte und diese Düfte mag, sollte ruhig Probe schnuppern- vielleicht möchte man /Frau sich ja auch einfach mal, ganz unvernünftig, extremen Luxus gönnen, dann ist dieser Duft perfekt!



Ludwig Beck - Ihr Beauty Spezialist

• Pastizio •

Pastizio01

Zutaten für ca. 4 Portionen:
250g Makkaroni
400g Hackfleisch (Thüringer Mett o. gemischt mit Rind)
1 große Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 kleine Dose geschälte Tomaten
2-3 Esslöffel Tomatenmark
1 Brühwürfel
1 kleines Glas Wein (rot o. weiß)
Wasser
2 Lorbeerblätter, 2 Wacholderbeeren,Salz, Pfeffer, Prise Muskat, Prise Zimt, Paprikapulver, Oregano, Thymian, Basilikum, Prise Zucker
Olivenöl
1 Tasse Milch
2 Esslöffel Mehl, Salz, Muskat
100g geriebenen Käse ( Kefalotiri,Pizzakäse, Emmentaler, o.ä.)
2-3 Esslöffel Semmelbrösel
2-3 Esslöffel geriebener Parmesan
Butter o. Margarine für die Auflaufform

Zubereitung:
Makkaroni in Salzwasser „al dente“ kochen, abgießen.
Inzwischen in einem großen Bräter das Öl erhitzen, gehackte Zwiebel mit Hack krümelig anbraten, Knoblauch dazu pressen.
Tomatenmark kurz darin anrösten, dann mit Wein ablöschen, Gewürze (Lorbeer, Wacholder etc..) in einem Teeei o.ä. dazugeben und Tomaten mit eigenem Saft dazu gießen.
Brühwürfel darin auflösen, ca. 30 Minuten sanft schmurgeln lassen.
Wenn nötig, immer wieder mit etwas Flüssigkeit (Wein, Wasser) aufgießen,erneut abschmecken, mit etwas Zucker und Kräutern pikant abschmecken.

Für die Bechamelsauce Milch erhitzen, mit Salz, Muskat und Zimt würzen und vorsichtig das Mehl einrühren. Leicht köcheln lassen.
Auflaufform buttern, mit etwas Sauce ausstreichen, dann eine Lage Makkaroni darauf geben.
Mit restlicher Sauce bestreichen, weitere Makkaroni darauf geben, Bechamelsauce darüber geben, mit geriebenem Käse bestreuen, darüber eine Mischung aus Semmelbröseln und Parmesan verteilen und ca. 30-40 Minuten goldbraun backen.

Pastizio02

Kali Orexi :)

• Olfaktorischer Tsunami •

lalique02

„NILANG“/Lalique
EdP 50ml/70,- Douglas

Lalique, exquisiter Name für edelste Geschmeide, wurde 1884 von dem jungen Rene Lalique gemeinsam mit dem zu der Zeit bereits etablierten Juwelier Varenne unter der Firmirung „Lalique & Varenne“ in Paris gegründet.
1890 eröffnete er sein eigenes Geschäft, in welchem seine kühnen Jugendstilentwürfe schnell zu Lieblingen der Pariser High Society avancierten.
Ab 1904 interessierte er sich zusehends für Glaskunst, was dazu führte, dass er ab 1908 für den bekannten Parfümeur COTY Flakons entwarf und herstellte.
Heute steht der Name „LALIQUE“ nicht nur für kostbaren Schmuck und exquisite Glaswaren sondern auch besonders für Luxusdüfte.
„NILANG“/Lalique wurde im Jahre 2011 lanciert und von dem französischen Topparfümeur Gerard Anthony entwickelt.

Hier mein Test:

===Flakon:===
Meine Luxusprobe dieses edlen Nischenduftes befand sich in der üblichen kleinen Glasphiole, jedoch war diesmal das Pappkärtchen wesentlich aufwändiger gestaltet: In Form einer Blüte, die in Farbe und Form sehr an Narzissen erinnert aber wohl eine Lotosblüte darstellen soll.
Der Originalflakon ist da schon schöner:
Eine an eine Vase erinnernde Glaskugel, bauchig und eben gekrönt von einem üppigen Verschluss voller weißer Lotosblüten.
Ein sehr hübscher Hingucker in Bad & Boudoire!

===Werbeaussage:===
_Dieses Eau de Parfum ist so exotisch und geheimnisvoll wie der Orient. Nilang nimmt Ihre Fantasie mit auf eine Reise zu den duftenden Ufern eines Flusses, auf dem zarte Lotusblumen erblühen. Frische und Sinnlichkeit verbinden sich in einem süchtig machenden Parfum. Das subtile Spiel der Gegensätze wird zu einem typischen Lalique-Duft: modern, elegant, raffiniert und einzigartig. Ein Parfum gewordener Traum._

lalique01

===Duft:===
Eaux de Parfums sind ja alleine durch den geringeren Alkoholanteil schwerer und intensiver als EdT`s, daher dosierte ich sehr vorsichtig, was sich wieder einmal als gut erweisen sollte:
Sofort nach dem Aufsprühen werde ich bereits bei dieser minimalsten Dosierung von einer umwerfend-intensiven Duftwolke eingehüllt, deren einzelne Aromen leider nicht zu erkennen sind:
ZU dominant ist der Gesamteindruck, der sich in Kopfnote zwar mit Lotos, Mandarine, Melone und Pfirsich herrlich liest- die Wirklichkeit aber leider nichts davon erkennen lässt:
Ein schweres, süßlich-würziges Aromenpotpourri will seine Geheimnisse einfach nicht meiner Nase eröffnen und auch die mit Heidelbeere, Freesie, Gewürznelke und Jasmin beschriebene Herznote ergießt sich hier als überbordender orientalisch-schwerer Cocktail, dessen einzelnen Aromen leider nicht zu identifizieren sind.
Wieder bekomme ich lediglich die volle Ladung schwerer, würzig-herber und dabei auch atemberaubend süßer Noten ab, die meine olfaktorischen Sinne schwer beschäftigen!
Die Basisnote bringt auch keine wesentliche Erleichterung.

Im Gegenteil: Moschus, Patchouli, Praline und Sandelholz- allesamt intensiv-süßliche, orientalisch-schwere Noten verstärken den penetrant-dominanten Eindruck und manifestieren ihn zu einem dröhnenden, lauten Gesamtbild, welches seine intensive, anhaltende Sillage nicht verstecken will:
Kein Duft für schüchterne Nasen und zurückhaltende Wesen- aber auch kein Duft, dem man aus dem Weg gehen kann:
Wer diesen Duft trägt, sollte sich bewusst sein, dass durch die Intensität der durchdringenden Sillage sich eventuell Mitmenschen empfindlich gestört fühlen-
Daher ist „NILANG“/Lalique als Alltagsduft oder im Job eher ungeeignet:

Zu laut, zu dominant, zu schwer, zu atemberaubend und dabei absolut Geschmackssache!!!
Insgesamt stellt sich „NILANG“/Lalique als süßlich-würziger, sehr schwerer, sehr orientalisch-schwülstiger Duft dar, der dank seiner Aromenfülle fast jede Nase überlastet:
Keine Aromen sind einzeln erkennbar, alles verschwimmt zu einer intensiven, dominanter Melange aus schweren Noten und aromatischen Gewürzen, die Nase erhält keine Chance, an irgendeinem Aroma länger zu verweilen und zu genießen, sondern wird sofort mit der vollen Bandbreite des Duftes überfordert:
Schade, da gerade die Entwicklung eines Duftes durch die unterschiedlichen Stufen immer interessant und spannend zu entdecken ist.
Hier wird mir dieses langsame Entdecken leider verwehrt- schnell und unaufhaltsam flutet die Aromenwelle über mich hinweg, reißt mich mit sich und ertränkt mich in ihren rasenden Aromenfluten!

===Fazit:===
Wie bereits erwähnt ist „NILANG“/Lalique kein Duft für schüchterne oder zurückhaltende Damen:
Wer diesen Duft trägt will den großen, intensiven Auftritt und will beachtet werden:
Auch auf die Gefahr hin, andere Mitmenschen mit der Duftwolke zu ersticken, die man hinter sich herträgt wie eine Siegestrophäe!
Wer meine Berichte kennt, weiß, dass eben diese Art von Düften zu dem Duftgenre gehören, mit denen ich am wenigsten anfangen kann:
Laut, schrill, aufdringlich, atembetäubend und viel zu süß, schwülstig und orientalisch!
Wer, wie ich, eine Vorliebe für romantische, sanfte, frische, florale Düfte hat, wird mit „NILANG“/Lalique ganz sicher nicht glücklich!
Wer aber den gewagten, lauten Auftritt nicht scheut und Düfte wie „Angel“/Mugler oder auch „Opium“/YSL mag, könnte mit „NILANG“/Lalique einen inetressanten Duft entdecken!
Für mich ist dieser Duft leider gar nichts, aber da die Qualität stimmt, der Flakon sehr hübsch ist und Düfte absolut Geschmackssache sind, gebe ich eine eingeschränkte Empfehlung:
Dieser Duft ist NUR für Fans schwerer, intensiv-orientalischer Düfte geeignet, aber die kommen hierbei sicherlich vollkommen auf ihre Kosten!
Daher 3 von 5 Punkten für einen sehr ambivalenten Edelduft



Parfumdreams.de -Nicht eine,sondern DIE Parfümerie

• Mondscheinserenade •

cartier02

„Cartier de Lune“/Cartier
EdT 45ml/33,- iparfumerie.de

Cartier, 1847 von Louis-François Cartier als Schmuckatelier in Paris gegründet, erlangte schnell weltweiten Ruf als Händler exquisitester Uhren und edlem Geschmeide.
Endgültiges Luxus- Renommee erlangte die Marke 1904, als Louis-François Sohn Louis Cartier die Firma bekanntmachte, indem er eine Armbanduhr entwickelte, die er nach seinem Freund, dem brasilianischen Flugpionier Alberto Santos-Dumont Santos nannte, der die Anregung zur Entwicklung dieser speziellen Pilotenuhr gab.
Ab 1911 konnte man die Uhr dann auch im Handel käuflich erwerben.

Inzwischen hat sich der Ruf der Marke „Cartier“ weit über die Herstellung exquisitester Edelaccessoires, Uhren und Schmuck hinaus erstreckt:
Die Vermarktung edler Lederwaren, Brillen, Schreibgeräte und Parfüms beschert der Marke inzwischen internationale Anerkennung.
Hier stelle ich den Damenduft „Cartier de Lune“/Cartier vor, welcher im Jahre 2011 von der französischen Parfümeurin Mathilde Laurent exklusiv für das Haus Cartier entwickelt wurde:

===Flakon:===
Meine Luxusprobe befand sich, wie meist, in einer Glasphiole auf Pappkärtchen.
Der Originalflakon ist schlicht, edel und puristisch:
Schlanker, schmaler Glasflakon, der leicht zylindrisch nach oben breiter wird.
Abgerundete Kanten und eine zarte, nach unten intensiver werdende Blaufärbung, die an die Blautöne eines schimmernden Vollmondes erinnert (erinnern sollen?) vervollständigt das zarte, edle Bild.

===Werbeaussage:===
_Cartier de Lune – ein Mondscheinparfum. Ein Erlebnis der besonderen Art, das die bezaubernde Ruhe und Frische einer lichten Mondnacht verkörpert. Ein Gefühl von Leichtigkeit und Sanftheit umgibt den ganzen Körper, wie eine blumige Liebkosung des geheimnisvoll schimmernden Mondes._

cartier041

===Duft:===
Bislang war ich nicht wirklich ein Fan von Cartierdüften:
Meist enthielten sie eine oder mehrere Noten, die ich als zu intensiv, schwer und dominant empfand.
Oft trotz zarter Blütennoten auch eine deutlich orientalische Sillage, die mir spätestens nach Entwicklung der Herznote nicht mehr so gefiel.
„Cartier de Lune“/Cartier nun wurde als zarter, blütenreiner, klarer und eher frischer Duft lanciert.
Ich war dementsprechend gespannt:
Da ich um die Intensität diverser Cartierdüfte wusste, dossierte ich zunächst wieder sparsam und sollte hiermit wieder einmal Recht behalten:
Cartierdüfte sind dank hoher Intensität und sehr guter Haltbarkeit sehr sparsam im Gebrauch- was gerade bei höherpreisigen Düften einen deutlichen Pluspunkt darstellt.
Nun sollte sich also „Cartier de Lune“/Cartier vorstellen und präsentierte sich bereits mit einer sehr eindrucksvollen, intensiven und sehr kühl-frischen Kopfnote aus rosa Pfeffer und Wacholderbeere, was nun würziger und herber klingt, als es tatsächlich duftet:
Cartier ist es mit „Cartier de Lune“/Cartier geglückt, die Kopfnote als herb-frischen Rahmen um eine aromatische Herznote herum zulegen, die sich nahezu sofort zeigt und durch intensive florale Akzente sofort eine intensiv aromatische und dabei sanfte, feminine Aura zu erzeugen:
Diese Herznote mit Ackerwinde, Alpenveilchen, Geißblatt, Rose und Maiglöckchen zieht im floralen Bereich alle zarten, aromatisch-frischen und sanft-weiblichen Register:
Eine deutliche Betonung des Maiglöckchens (eines meiner Lieblingsaromen) in Kombination mit sanftem, lieblich-frischem Geißblatt stellt unmittelbar die Richtung des Duftes fest:
Frisch, sanft-blumig, herrlich weich und auf eine unschuldig-verführerische Ar5t sehr feminin- zauberhaft!
Die Basisnote zieht mit herb-würzigen Hölzern und cremigem Moschus einen aromatischen Rahmen um dieses perfekte Gesamtbild, welches sich als regelrechtes Kunstwerk darstellt:
Wenn Mondlicht duften würde, würde es wie „Cartier de Lune“/Cartier schnuppern!
Die Assoziation flüssigen Mondscheins, ist für diesen kühlen, zurückhaltenden weiblichen Duft, der trotzdem auf sanfte Weise intensiv und eindrücklich ist, absolut passend gewählt:
Nichts könnte das klare, weiß-blaue, kühle Mondlicht eines Vollmondes im Sommer besser charakterisieren.

===Fazit:===
„Cartier de Lune“/Cartier ist ein absolut perfekter „Allrounder“:
Stilvoll, stilsicher und aufdringlich im Job, dabei von beeindruckender Präsens, die der Trägerin eine spezielle Aura verleiht ohne aufdringlich zu sein oder zu dominieren.
An heißen Tagen kühl und erfrischend, aber durchaus durch die sanfte Blumigkeit als Ganzjahresduft geeignet.
Sowie für Damen, die den ganz großen, dramatischen Auftritt scheuen, auch absolut als wunderschöner, prägnanter Abendduft geeignet!
Ein Duft, der für alle Altersklassen und nahezu alle Gelegenheit bestens geeignet ist, dabei für einen hochklassigen Luxusduft einer exquisiten Nobelmarke nicht zu teuer und daher vollkommen und ohne jegliche Einschränkung empfehlenswert!
Ein weiterer Kandidat für meine Wunschliste :)



Parfümerie Pieper

• Tag am Meer •

aquamotu02

EdT 100ml/65,- Ludwig Beck

Im Zuge meiner Tests der sogenannten „Nischendüfte“ darf auch ein Duft der pariser Duftschmiede „Comptoir Sud Pacifique“ nicht fehlen.
Bereits seit fast vierzig Jahren (1974 gegründet) ist dieses Label ein Garant für Urlaubsfeeling pur:
Südseedüfte, karibisches Flair, Meeresbrisen und allerlei sommerlich inspirierte Ingredienzen mit pazifischen Aromen sollen die Seele ein wenig „in Urlaub“ schicken.
Hier mein Test des 1992 lancierten, aquatischen Duftes „Aqua Motu“, welcher zwar als Damenduft verkauft wird, in der Werbeaussage jedoch als „Unisexduft“ deklariert wurde:

===Flakon:===
Mein Testexemplar war, wie immer, eine Glasphiole auf Pappkärtchen.
Der Originalflakon ist da wesentlich origineller:
Mattsilberfarbenes Metall in Form einer Wasserflasche mit meerblauem Etikett verheißt bereits bei diesem Anblick frische Meeresnoten.

aquamotu01

===Werbeaussage:===
_Ein kühlender Morgen am Meeresstrand. Die Sonne hat den Horizont noch nicht überschritten, die Brandung schäumt mit Salzwasser und die Meeresbrise spielt angenehm mit Ihrem Haar. Alle harmonischen Augenblicke und Erinnerungen an die am Rande des Ozeans verbrachten Momente verbergen sich in dem typischen Flakon, den alle anderen Parfüme von Comptoir auch haben. Einfache Form, metallischer Glanz von Chrom und blaue Farbe als Ausdruck von Frische, Exotik und kühlender Kraft der Natur. Das ist das Parfüm Aqua Motu._

===Duft:===
Obwohl als EdT deklariert, dosiere ich zunächst sparsam, da in den höheren Preissegmenten die Düfte meist intensiver konzipiert sind- wie sich schnell herausstellt, habe ich damit genau richtig gehandelt:
„Aqua Motu“/ Comptoir Sud Pacifique ist, obwohl angenehm frisch so doch auch sehr intensiv und lang haftend!!
Die Kopfnote präsentiert sich sofort extrem frisch, kühl und spritzig mit ganz eindeutiger Betonung der aquatischen Noten:
Zwar stellt die Kopfnote mit ihrer Note aus Immortelle (Strohblume) einen eher fein-würzigen Akzent dar, da aber die sofort folgenden Nuancen der Herznote sehr intensiv sind, überlagern diese ein wenig die zarte Kopfnote.
Die frisch-herbe Herznote mit zart süßem Maiglöckchen, warmer Sandnote und extrem herb-frischen Aquanoten stellt im wahrsten Sinne des Wortes die „Herznote“: da diese Akkorde das Herzstück und die Seele des spritzigen und dabei dennoch weichen, warmen Duftes darstellen.
Die Basisnote mit wieder sehr maritimer Betonung unterstreicht mit moosig-aquatischer Braunalge den Meeresduft, der trotz der eindeutig maritim-frischen Ausrichtung eine intensive Kombination aus Süß und Salzig darstellt:
Salzige Meeresnote mit sanft-süßem Maiglöckchen ergänzen sich zu einem überbordenden Erlebnis einmalig ozeanischer Frische, die dabei nie zu kühl oder maskulin wirkt, sondern eine ganz sanfte, feminine Aura behalten.
Eine Ausstrahlung, der man sich schwer entziehen kann, da diese intensiven Meeresaromen so unmittelbar die Sinne berühren, dass so auf olfaktorischer Ebene tatsächlich ein „Kurzurlaub“ für die Nase und die Seele entsteht.
Nicht umsonst zielt gerade die Aromatherapie auf die heilende Wirkung des Zusammenspiels von Düften und Wohlbefinden ab- hier zeigt „Aqua Motu“/ Comptoir Sud Pacifique die Effektivität solcher Wohlfühldüfte.
Wenn auch als Duft und nicht als therapeutisches Elixier konzipiert, verfügt „Aqua Motu“/ Comptoir Sud Pacifique doch unbestritten über die Macht, die Seele auf Reisen zu schicken und ein Wohlbehagen auszulösen wie kaum ein anderes Eau de Toilette:
Pure, reine Meeresfrische, sanft, weiblich und traumhaft süß interpretiert, zeigt „Aqua Motu“/ Comptoir Sud Pacifique eine Palette an Dufteindrücken, die einem sonnigen Tag am Meer kaum nachstehen.

===Fazit:===
Überraschenderweise zählt „Aqua Motu“/ Comptoir Sud Pacifique mit einem Preis von 100ml/65,- innerhalb der exklusiven Nischendüfte noch zu den relativ erschwinglichen Düften.
Teilweise sogar für unter 50,- im Angebot oder als 30ml Probegröße für 23,- (kosmetikkaufhaus.de) ist dieser sehr haltbare Duft günstiger, als viele Vertreter qualitativ anspruchsloserer Düfte.
Obwohl als Damenduft mit „Unisex-Charakter“ finde ich persönlich „Aqua Motu“/ Comptoir Sud Pacifique doch ausschließlich als Damenduft passender, da einige sanft-süßen Noten für einen Herrenduft zu feminin wirken, aber das ist ja Geschmackssache 
Generell ist dieser Duft angenehm, entspannend, herrlich frisch, dabei aber sanft und weich und nicht zu herb und als jobtauglicher Alltagsduft eine aromatherapeutische Bereicherung!
Die zarte, angenehme Sillage wirkt nie aufdringlich oder penetrant, so dass die Duftaura, die dieser Duft erzeugt, seine Trägerin sanft und frisch umweht, dabei einen sympathischen, „cleanen“ Eindruck hinterlässt und eindeutig gute Laune und ein wenig Fernweh erzeugt.
Wer gerne saubere, „Baumwoll“-Düfte und frisch-aquatische Düfte mag, wird mit „Aqua Motu“/ Comptoir Sud Pacifique sicherlich eine extrem interessante Variante dieses Duftgenres entdecken können, die sich von anderen Vertretern dieses Duftthemas deutlich abgrenzt und einen ganz eigenen Charme entwickelt.
Da auch der Preis absolut angemessen ist, besonders für einen Luxus-Nischenduft, kann ich hier nur eine vollkommen beanstandungslose Empfehlung aussprechen.



Ludwig Beck - Ihr Beauty Spezialist

SeitTest-Zertifikat
Blog Themen
Archiv
Cafe-Antique
Camden-Market
Wir sind auch bei Google+
Follow Me on Pinterest

Cafe-Antique




Camden-Market